Wenn das nicht zutrifft, ist es der Fehler der Entwickler, dass die den Release nicht nochmals verschoben oder auf Alternativen zugegriffen haben.
Eben ist das NICHT der Fehler des Entwicklers, weil nicht der Entwickler das Release-Datum setzt!
Es scheinen sich wohl hier vielen nicht mit Software-Entwicklung auszukennen - kann man ihnen ja nicht übel nehmen weil es schlussendlich lediglich die Kunden sind die sich ihre Meinung über ihr gekauftes bilden dürfen, trotzdem kann man Verständniss zeigen. Das es Standard wurde das viele Spiele (speziell Battlefield und allgemein EA Spiele) verbuggt veröffentlicht werden ist schlussendlich nicht TML's schuld, nur weil dies bei ihnen ebenfalls passiert. Das ist ein Trend und ziemlich häufig anzutreffen, den Trend haben jedoch nicht sie gesetzt. Es kommt jedoch drauf an was man dann noch aus dem Spiel macht, in früheren Jahren wurde meistens eher auf wieder neue Spiele gesetzt anstatt ältere Spiele zu pflegen, das hat aber sicherlich nichts mit TML's Entscheidung, sondern nur mit dem Publisher etwas zu tun. Er bezahlt den ganzen 'Spass' schliesslich und wenn dieser kein Budget für Bug-Fixing bereitstellt, wird wohl auch TML nicht daran weiter entwickeln wenn in dieser Zeit kein Geld rein fliegt.
Wie schon öfters erwähnt hat @Tom (TML Studios Chef) ganz klar gesagt er hätte die Veröffentlichung gerne nochmals verschoben, und da gibt es sicher auch einige Nutzer die dies befürwortet hätten. Early Access wäre nach meiner Meinung sicher eine denkbare alternative gewesen, wurde hier jedoch nie offiziell Stellung dazu genommen ob das nicht gewollt war oder einfach nie als Option da stand.
Zur Software-Entwicklung, das Team muss ja bereits bevor sie überhaupt begonnen haben das erste Objekt zu modelieren oder die erste Linie Code geschrieben haben bei einem neuen Spiel, eine initiale Schätzung an Aufwand über die ganze Entwicklungsperiode schätzen (hier über ein Jahr) und der Publisher wird dann das angebot dankend annehmen oder ablehnen falls die Kosten (seiner Meinung nach) zu hoch sind. Man kann schon 3 Jahre für z.B den FBS als Vorschlag einbringen, ist jedoch wohl selbsterklärend das hier kein Publisher grünes Licht geben würde, oder? Es muss schliesslich auch günstig genug sein damit das Projekt überhaupt genehmigt wird. Und da läufts drauf raus das der Kunde (hier der Publisher) das Ganze in möglichst kurzer Zeit, zu möglichst wenig Geld und möglichst höchster Qualität will, logischerweise funktioniert dieser Ansatz in der Theorie nicht wenn man alle 3 Merkmale top umsetzen möchte. Das Geld und somit ebenfalls die Zeit sind durch den Publisher definiert, also kann TML nur mit dem vorhandenen Geld/Zeit das beste draus machen um möglichst hohe Qualität zu liefern. Ihnen vorzuwerfen sie "sollen sich Schämen" für das was sie abgeliefert haben ist absoluter Bullsh** und alles andere als respektvoll. Eine Entwicklung über ein Jahr genau zu planen ist ein Ding der Unmöglichkeit, selbst für die nächsten 4-6 Wochen eine genaue Planung hinzulegen kann eine grosse Herausforderung werden, da viel unvorhergesehenes dazwischen kommen kann was absolut unberechenbar ist - speziell wenn man das Werkzeug wechselt und nicht auf grosse Erfahrung darüber zurückgreifen kann (Unreal Engine); Technologische Probleme (Limitierung durch Framework, Engine, etc.), plötzlicher Mitarbeiter-Wechsel und somit Verlust von Know-How (kann eine solche Entwicklung durchaus 1-2 Monate verzögern), eventuell keine wiederverwendung von zuvor umgesetzten Komponenten möglich, und dann gibt es natürlich noch den Kunden der sich dies und das und dies und das noch dazu wünscht welches in der ursprünglichen Zeitplanung nicht einkalkuliert war.
Ich bringe hier mal folgende Stichwörter ein, bezüglich dem scheitern von genauen Planungen: FSX/P3d Aerosoft Airbus X (A318 - A321), A330, CRJ -> Da arbeiten Top Leute, 3d-Aristen sowie Software-Entwickler, und auch da scheiterte man gefühlte 20 Mal irgend ein Projekt nur ansatzweise im Zeitplan umzusetzen (Wir reden hier nicht von 6 Monaten Verzögerungen, sondern deutlich mehr!).
Der Trend ist nunmal überall billiger und schneller muss es gehen, und ja kein Risiko eingehen ist da das Motto, das ist auch bei der Software-Entwicklung nicht anders. Wenn ihr an einer Führungsposition währt, würdet auch ihr nicht endlos Geld in ein Projekt pumpen wenn es noch nicht auf dem Markt ist und sich noch nicht beweisen konnte das es all die Entwicklungskosten wieder decken wird. Deswegen muss so ein Produkt irgendwann an den Markt, dann kann auch besser abgeschätzt werden ob es sich überhaupt bezahlt macht noch mehr Geld zu investieren, wenn es einen Trend in die falsche Richtung gibt wird man schnell handeln und zumnächsten Projekt gehen. Ist für den Kunden natürlich schade und ein Reputations-Verlust für Publisher/Entwickler, aber die einzige logische Folgerung.
Ich will nicht zum Shitstorm gegen die Publisher' aufrufen, aber die Beleidigungen gegen das Entwickler-Team sind ein No-Go und nicht gerechtfertigt. Wenige Entscheidungen werden auf sie zurückzuführen sein, sondern oftmals zum Publisher.