Wir überarbeiten derzeit die Art und Weise, wie Räder in The Bus mit ihrer Umgebung interagieren. Die bisherigen Systeme werden dabei durch das neue 3D Collision System ersetzt, das Hindernisse rund um das Rad zuverlässiger erkennen kann.
Hinweis zu den gezeigten Screenshots
Für die gezeigten Screenshots haben wir die Systeme anhand eines Busses aus dem Fernbus Simulator veranschaulicht. Das neue 3D Collision System wird jedoch zunächst in The Bus eingesetzt.
Die bisherigen Systeme
Zuvor kamen das Lateral Collision System und das Longitudinal Collision System zum Einsatz. Beide Systeme arbeiteten mit einer vereinfachten Abfrage, die von einem Punkt nahe der Radmitte ausging und nur in einer Dimension prüfte, ob ein Hindernis erkannt wird.
Lateral Collision System
Das Lateral Collision System war für seitliche Kontakte zuständig. Befand sich ein Rad nah an einem Hindernis, konnte es passieren, dass dieses zunächst nicht korrekt erkannt wurde. Stattdessen wurde oft nur die Fahrbahn registriert. Dadurch drang das Rad sichtbar in das Hindernis ein, ohne dass die Federung darauf reagierte. Das war vor allem bei Hindernissen seitlich neben dem Rad nicht realistisch.

Longitudinal Collision System
Das Longitudinal Collision System arbeitete nach einem ähnlichen Prinzip, jedoch bei Hindernissen vor oder hinter dem Rad. Wenn das Fahrzeug frontal auf ein Hindernis zufuhr, konnte es auch hier passieren, dass das Rad das Hindernis zu spät erkannte. Die Abfrage traf in bestimmten Situationen zunächst weiterhin nur die Fahrbahn, obwohl sich das Hindernis bereits direkt vor dem Rad befand. Dadurch konnte das Rad ebenfalls in das Hindernis eindringen, ohne dass die Federung korrekt ausgelöst wurde.

Das gemeinsame Problem
In beiden Fällen lag das Problem darin, dass die Position des Hindernisses nur über eine einfache Linie vom Bereich der Radmitte aus berechnet wurde. Das Hindernis wurde dadurch erst dann erkannt, wenn die Radmitte genau auf Höhe der Oberfläche lag oder diese bereits überschritten hatte. Anders gesagt: Das System reagierte zu spät.
Das neue 3D Collision System
Mit dem neuen 3D Collision System lösen wir genau dieses Problem. Die neue Lösung kombiniert die zuvor getrennten Ansätze aus Lateral Collision und Longitudinal Collision und prüft den Bereich rund um das Rad nun dreidimensional. Hindernisse werden dadurch nicht mehr nur in einer einzelnen Richtung erkannt, sondern im gesamten relevanten Bereich um das Rad herum.
Sobald ein Hindernis durch das 3D Collision System erkannt wird, reagiert das Fahrzeug entsprechend. Die Räder dringen nicht mehr unnatürlich in Hindernisse ein, sondern können Hindernisse früher erfassen und nachvollziehbarer darauf reagieren.


Besonders sichtbar wird das bei seitlichen Kontakten mit der Umgebung, etwa wenn das Fahrzeug nah an einer Begrenzung entlangfährt. Fährt ihr zum Beispiel parallel an eine Kante heran, orientiert sich das Rad durch das neue System wesentlich genauer an der tatsächlichen Reifenform. Dadurch läuft es an der Kante entlang, statt unnatürlich darüber zu rutschen oder in die Begrenzung einzudringen.


Auch bei Hindernissen vor oder hinter dem Rad kann das neue 3D Collision System früher und genauer reagieren. Dadurch wird nicht erst dann eine Reaktion ausgelöst, wenn die Radmitte das Hindernis bereits erreicht oder überschritten hat. Stattdessen wird die Umgebung um das Rad herum berücksichtigt.
Wann das System reagiert
Befindet sich ein Hindernis zwar in der Nähe des Rads, liegt aber noch außerhalb des relevanten Kollisionsbereichs, bleibt die Federung unverändert. Erst wenn das Hindernis diesen Bereich erreicht, greift das 3D Collision System ein.
Was sich dadurch verbessert
Mit dem neuen 3D Collision System wird nicht mehr nur eine einzelne Linie vom Rad aus geprüft. Stattdessen wird der relevante Bereich um das Rad herum berücksichtigt.
Das gezeigte System befindet sich weiterhin in Entwicklung und ist noch nicht final. Wir halten euch weiter auf dem Laufenden und zeigen euch auch künftig weitere Einblicke in die laufenden Arbeiten an The Bus.